Ba_Study Skills
Übungsblog zum Kurs „eStudy Skills“ an der Universität SalzburgArchiv für Lerntagebuch
Reflexion über Lerntagebücher
Lerntagebücher dienen in erster Linie zur schriftlichen Dokumentation des Gelernten. Dabei soll aber nicht nur der Lernfortschritt niedergeschrieben werden, sondern das Gelernte soll auch kritisch reflektiert und hinterfragt werden. Die genaue Dokumentation der gelernten Inhalte ermöglicht es uns, zu einem späteren Zeitpunkt noch mal Details nachzulesen. Beim Einsatz von Lerntagebüchern in Lehrveranstaltungen wird von den Studenten vor allem eine regelmäßige Dokumentation und Auseinandersetzung mit den Lerninhalten erwartet. Die regelmäßige Reflexion des Gelernten zielt darauf ab, dass man den Stoff längerfristig behält, da man sich über das ganze Semester damit befasst und nicht nur am Ende auf eine Prüfung lernt. Die Studenten sollen vor allem dazu motiviert werden, Querverbindungen mit anderen Themen herzustellen und ihr Vorwissen mit einzubeziehen. Auch die Umsetzung oder die Anwendung des Gelernten kann niedergeschrieben werden. Weiters können die eigenen Lernziele individuell festgelegt werden was zu mehr Autonomie beiträgt und den Lernenden nicht durch vorgegebene Abgabe- oder Prüfungstermine unter Druck setzt. Jeder kann sein Lerntagebuch individuell gestalten. Wichtig ist dabei auch, dass man nicht nur die Lernerfolge dokumentiert, sondern auch Probleme und Schwierigkeiten mit der Auseinandersetzung mit dem Lernstoff sichtbar macht. Ich persönlich finde es sehr interessant, wenn die einzelnen Lerntagebücher auch den anderen Kursteilnehmern zur Verfügung stehen, weil jeder vom anderen Lernen kann. Es ist sehr positiv für die eigene Motivation, wenn man sieht, wie sich andere Studenten mit dem Stoff auseinandersetzen und dass sie auch auf Schwierigkeiten stoßen. Gerade bei Online-Lerntagebüchern bekommt man die Möglichkeit sich interaktiv zu vernetzen und auf Artikel von anderen Personen mittels Pingback und Trackback direkt Bezug nehmen zu können. Hilfestellungen können geleistet werden und falsche Aussagen können richtig gestellt werden. Deshalb hier mein neuer Vorschlag zur Bezeichnung von Lerntagebüchern: Lernerfahrungsprotokoll oder Lernerfahrungsniederschrift.

